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News - Schlaf & Schlafforschung
Im Januar 2004 Lösen wir im Schlaf Probleme? Teile des Gehirns arbeiten nachts weiter. Knifflige Aufgaben lassen sich tatsächlich leichter lösen, wenn man eine Nacht darüber schläft. Das haben Schlafforscher der Universitäten Lübeck und Köln jetzt wissenschaftlich bewiesen. Sie hatten Testpersonen Zahlenreihen vorgelegt, in denen eine verborgene Struktur entdeckt werden musste. Von den Probanden, die das Problem eine Nacht überschlafen hatten, fanden doppelt so viele die Lösung, wie von denen, die ohne Schlaf am Morgen ein zweites Mal an der Aufgabe getüftelt hatten. Eine weitere Testgruppe hatte am Morgen über den Zahlenreihen brüten müssen und sich dann nach einer Pause von acht Stunden noch einmal an die Arbeit gemacht. "Auch diese Probanden konnten die Aufgabe nicht besser lösen, als die Nachtarbeiter, obwohl sie nicht übermüdet waren", sagte Jan Born vom Institut für Neuroendokrinologie der Universität Lübeck. Das Team präsentiert seine Studie im britischen Fachjournal "Nature" Von einem Gehirnteil zum
anderen. Die Erklärung für das Phänomen, das viele Menschen bereits an sich selbst
beobachtet haben, liegt für Born in der Struktur des menschlichen Gedächtnisses.
Während des Schlafens werden demnach Informationen von einem zum anderen Gehirnteil
geleitet. "Neu Erlerntes und Erlebtes wird zunächst in dem Hippocampus genannten
Teil des Gehirns zwischengespeichert", erläuterte Born. "Im Schlaf werden diese
Informationen reaktiviert und als neuronales Impulsmuster an die Hirnrinde gesendet. Dort
wird das neue Wissen dann mit dem Langzeitgedächtnis verknüpft." Die mit dieser
Übertragung verbundene Neuorganisation der frischen Gedächtnisinhalte könnte laut Born
dazu führen, dass man für die Probleme des Vortags nach dem Aufwachen einen besseren
Durchblick hat.
Im April 2004 Vom Schlaf übermannt... Nicht immer steckt nur der Frühling dahinter. Mit Spaziergängen oder frischem Obst kann Frühjahrsmüdigkeit leicht vertrieben werden. Doch eine anhaltende Müdigkeit liefert oft auch Hinweise auf eine ernsthafte Erkrankung: So ist sie ein typisches Symptom für Eisenmangel, der auch mit Nervosität, Schwindel und Herzklopfen einhergehen kann, wie die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) berichtet. Die Patienten könnten zudem unter eingerissenen Mundwinkeln und blasser Haut leiden. Eine ausgewogene Ernährung sowie spezielle Präparate könnten dem jedoch vorbeugen. Aber auch ein Mangel an Schilddrüsenhormonen, der sich in blasser Haut, Verstopfung und Gewichtszunahme zeigt, kann dem Verband zufolge dauerhaft müde machen. Diabetes äußere sich ebenfalls in extremer Abgeschlagenheit. Treten neben der Müdigkeit auch ein Schwächegefühl in den Armen und Beinen sowie Taubheitsgefühle auf, kann dies den Experten zufolge Hinweis auf Multiple Sklerose sein, einer chronischen Entzündung des Zentralen Nervensystems.
Ganz nebenbei, wussten Sie
schon das der tiefste Schlaf gegen 4 Uhr nachts erreicht wird? Hier geht es zurück zum Thema: Schlaf & Schlafforschung
Alle Rechte vorbehalten. Stendal, 29.August 2004 - Horst Müller
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