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Schlaf & Schlafdauer
Galten lange Zeit 8 Stunden Schlafdauer als ein gesundes Mittelmaß, so wurde dieses nun auf Grund einer Langzeitstudie auf eine tägliche Schlafdauer von sieben Stunden korrigiert. Ein Forscherteam unter Leitung von Akiko Tamakoshi befragte über 100.000 Japaner im Alter von 40 bis 79 Jahren nach ihrem Schlafverhalten. Weiterhin wurde, um zu gesicherten Ergebnissen zu kommen, der Gesundheitszustand der Befragten über einen Zeitraum von ca. 10 Jahren überwacht. Mit durchschnittlich sieben Stunden Schlafdauer pro Nacht lebt es sich dieser japanischen Untersuchung zufolge am längsten. Wer acht Stunden und länger schlafe, habe eine deutlich geringere Lebenserwartung, berichtete das Apothekenmagazin "Gesundheit" unter Berufung auf die Studie. Auch wer sich täglich nur vier Stunden Schlaf gönne, reduziere seine voraussichtliche Lebensdauer. Aus der Studie geht den Angaben zufolge außerdem hervor, dass Männer im Durchschnitt eine halbe Stunde länger schlafen als Frauen und Ältere länger als junge Menschen. An der Untersuchung hatten mehr als 100.000 Personen teilgenommen.
Benötigen Schüler mehr Schlaf? Wenn es nach der Meinung einiger Wissenschaftler geht ja, dann sollte sogar der Schulbeginn verschoben werden. Die Schule soll aus Sicht der Schlafforschung später beginnen. Schüler brauchten mehr Schlaf als Erwachsene und erreichten ihre volle Konzentration erst am späten Vormittag, sagte der Regensburger Schlafforscher Jürgen Zulley in einem Gespräch. Ein späterer Beginn ähnlich wie in Großbritannien oder Frankreich um 8.30 Uhr oder 9.00 Uhr sei kindgerechter und erhöhe die Leistungsfähigkeit. "Es ist ungesund, wenn Grundschulkinder zum Teil bereits um kurz nach 5.00 Uhr aufstehen müssten, um rechtzeitig in der Schule zu sein", betonte der Professor für biologische Psychologie. Auch die Zahl der Schulwegunfälle würde nach Ansicht Zulleys sinken, wenn Kinder "nicht im Halbschlaf" dem Straßenverkehr ausgesetzt seien. Weiterhin sei eine ausreichende Schlafdauer sehr wichtig für Wachstum, Reife und für das Lernvermögen der Kinder sehr wichtig, betonte Zulley. "Das am Tag gelernte Unterrichtsstoff wird in der Nacht gespeichert, wenn ich genügend Schlaf habe", erläuterte Zulley. Wie Erwachsene erreichten auch Kinder und Jugendliche ihr Leistungsmaximum zwischen 10.00 Uhr und 11.00 Uhr. nach dem allgemeinen Mittagstief zwischen 12.00 Uhr und 14.00 Uhr gibt es laut Zulley ein weiteres Leistungshoch zwischen 16.00 Uhr und 18.00 Uhr. Jedoch brauchten Kinder und Jugendliche deutlich mehr Schlaf als Erwachsene. So benötige ein zehnjähriges Kind zehn Stunden Schlaf, während ein Erwachsener mit sieben Stunden auskomme. Das biologische Tief liege zwischen 3.00 und 4.00 Uhr. Schlaf könne auch nicht beliebig vorgezogen werden, betonte der Schlafexperte: "Unser biologischer Rhythmus wird uns im Wesentlichen durch das Tageslicht vorgegeben."
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Alle Rechte vorbehalten. Stendal, 29.August 2004 - Horst Müller
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