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Erst einmal sollte es uns genügen
zu wissen, es gibt keinen informationslosen Raum und keine informationslose Zeit in
unserem Leben. Selbst wenn wir in einer völlig dunklen und sehr gut gegen Schall
isolierten Zelle sitzen würden, uns somit keinerlei Informationen von der Außenwelt
erreichen könnten, so würden wir dennoch einige Informationen erhalten. So würde unser
Gleichgewichtsorgan zum Beispiel sehr wohl noch die Information erhalten, wo sich unten
und oben in unserer Zelle befindet. Auch würden wir noch eingehende Informationen über
die in unserer Zelle vorhandene Lufttemperatur verarbeiten. Begeben wir uns auf der Suche nach
dem neuzeitlichen Wissenstand über das Wesen der Information und der
Informationsübertragung, so werden wir zwar auf Begriffe wie Informatik, analoge und
digitale Informationsübertragung, oder Bits und Bytes stoßen, doch rechts und links
davon beginnt sich eine gähnende Leere aufzutun. Allenfalls können wir uns noch
verinnerlichen, dass zur Übertragung von Informationen ein Sender und ein Empfänger von
Nöten ist, sowie ein Medium als Informationsträger. Hierin kommt eigentlich nur die
schreckliche und leider noch immer bestehende riesig große Unwissenheit über das Wesen
der Information und der Informationsübertragung zum Ausdruck.
Um den ganzen Umfang dieser
bestehenden Unwissenheit besser verstehen zu können, so müssen wir uns erst einmal
darüber klar werden, neben den verschiedensten Kräften ist es die Information und mit
ihr die Informationsübertragung, die unser Universum zusammenhält und die erst die
Entstehung und Entwicklung von Leben ermöglichte. Welche Rolle die
Informationsübertragung in unserem Körper spielt, wird derjenige nachvollziehen können,
der sich mit medizinischer Grundlagenforschung beschäftigt. Als Beispiel möchte ich hier
nur die Steuerung des Hormonhaushaltes nennen, welche auf einen sehr komplexen
Informationsaustausch der einzelnen Organe beruht. Ohne diese Art von
Informationsübertragung wären wir schlichtweg nicht lebensfähig.
Ein jeder weiß, unser
Universum besteht aus leeren Räumen und aus Materie. Dieser Materie begegnen wir von der
Galaxis mit ihren Sternen und Planeten, bis zum Floh und kleiner, in belebten und
unbelebten Materieformen. Die Grundbausteine all dieser unterschiedlichen Materieformen
bestehen nun wieder aus Quarks, Mesonen, Photonen, Elektronen, Atomen und einer Vielzahl
anderer Winzigkeiten. Irgendwann lernten wir nun in der Schule, das sich Winzigkeiten nach
Elementen einteilen lassen, Elemente wiederum nach Wertigkeiten. Als nächst höhere Stufe
folgten molekulare Verbindungen, unterteilt nach organischen und anorganischen
Verbindungen. Ein Molekül ist ein Teilchen, das aus mindestens zwei Atomen besteht. Eine
allgemein bekannte Form bildet das Wassermolekühl, welches aus zwei Wasserstoffatomen und
einen Sauerstoffatom besteht.
Doch was hält nun diese Teilchen zusammen? Hier ist die Rede von Wechselwirkungen und von
elektromagnetischen Kräften. Warum backen dann nicht einfach alle Atome im Universum
zusammen, wenn doch alle Atome über diese Wechselwirkungen und elektromagnetischen
Kräfte verfügen?
Hier kommt nun die Information und die Informationsübertragung ins Spiel. Eine
Wechselwirkung baut sich erst auf, nachdem sich die beteiligten Atome gegenseitig etwas
über ihre Eigenschaften verraten haben. Somit, ohne vorhergehende
Informationsübertragung auch keine Wechselwirkung und keine kräftemäßige Verbindung.
Beim Beispiel des Wassers würde es etwas vereinfacht in etwa so aussehen: "Hallo
Wasserstoffatome, ich bin das Sauerstoffatom, habe noch zwei Hände frei und kann noch
zwei von euch in meine Arme nehmen, damit wir eine Einheit bilden." Wie dieser
informelle Austausch vonstatten geht, dies steht auf einem anderen Blatt, wichtig ist nur,
er findet statt.
Und im großen und
sogenannten Makrokosmos? Wie ist es da um Informationen und der Informationsübertragung
bestellt? Würde es eine Wechselwirkung zwischen den Gestirnen ohne den Austausch von
Informationen geben können? Nein, auch da ist es erst die Informationsübertragung, die
das Universum formt. Immer wieder ist sehr oft etwas von Kräften zu hören und zu lesen.
Doch wie berechnen wir diese Kräfte? Erst anhand von eingehenden Informationen. Die
Auswertung und die Berechnung dieser eingehenden Informationen lässt uns dann
Rückschlüsse auf die Größe und Wirkungsweise dieser Kräfte ziehen.
Kräfte beruhen auf
Energien und für Energien gibt es den Energieerhaltungssatz, nachdem in einem System
Energie sich nur wandelt, jedoch nicht verloren gehen oder vernichtet werden kann, bzw.
Energie auch nicht aus dem Nichts heraus erzeugt werden könnte. Somit müsste die
Gesamtgröße oder Gesamtmenge aller vorhandener Energien seit den Ursprüngen des
Universums, über die Gegenwart und bis in alle Zeiten konstant sein.
Im Gegensatz zur konstanten Energieerhaltung sieht es bei dem Wesen der Information etwas
anders aus. Bei den Informationen gab es im Universum eine informationsarme Zeit in den
ersten Phasen der Entstehung und eine Informationszunahme während der fortschreitenden
Ausbildung zu dem Universum, wie wir es heute kennen. So liest man es zumindest zuweilen
in einigen populärwissenschaftlichen Berichten und Büchern. Ebenso zählt zu diesen
Meinungen, dass Informationen von der Menge her gesehen vernichtet werden könnten, bzw.
ein Teil dieser Informationsmenge dann in das Reich der Entropie verschwinden würde. Ob
hier jedoch zumindest teilweise Irrlehren verbreitet werden, nur weil das eigentliche
Wesen der Information und der Informationsübertragung noch im Dunklen liegen? Zumindest
wirft es einige Fragen auf, mit denen wir uns auf der nächsten Seite noch etwas
auseinandersetzen können.
weiterlesen: Informationsverlust und Entropie
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