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Nur Vormerkung |
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Tomaten drücken ade
Neues Gerät misst die Frische von Lebensmitteln
Am Gemüseregal im
Supermarkt stets dieselbe Frage: Sind die Tomaten oder Gurken wirklich frisch? Bei der
Wahrheitsfindung hilft bisher nur eines: riechen, gucken, tasten.
Doch manchmal trügen die eigenen Sinne, und im Warenkorb landet schließlich doch das
Zeug von gestern. Damit könnte schon bald Schluss sein. Denn am Institut für Biophysik
in Neuss entwickelt Professor Fritz-Albert Popp ein Gerät, das in Sekundenschnelle die
Frische von Obst und Gemüse ermittelt. Verbraucher sollen es zu jedem Einkauf mitnehmen
können. Die Forschungen sind inzwischen so weit, dass die Serienproduktion schon in zwei
Jahren möglich ist. |
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Das Gerät nutzt die Eigenschaft von pflanzlichen und tierischen
Zellen, Licht zu speichern und auszusenden - eine Entdeckung, die Popp und sein Team
bereits in den 1970er Jahren gemacht haben. Sie bildet die Grundlage für die so genannte
Biophotonen-Analyse. Kernidee: "Da die Lichtspeicherfähigkeit im Laufe der Zeit
abnimmt, ist die Lichtabstrahlung (Biophotonen) bei frischem Obst und Gemüse besonders
groß", erklärt Popp.
Die Biophotonen-Analyse liefert viele Antworten.
Soweit die Theorie. Doch wie lassen sich die Erkenntnisse in der Praxis überprüfen? Die
Antwort ist einfach. Will Popp beispielsweise der Frische einer Tomate auf die Schliche
kommen, bestrahlt er sie zunächst eine Minute lang mit einer 150 Watt Wolframlampe.
Anschließend untersucht er, wie viel Licht die Tomate gespeichert hat und in welchem
Rhythmus die Biophotonen abgegeben werden. Um diese Vorgänge sichtbar zu machen, nutzt er
einen so genannten Restlichtverstärker. Dabei handelt es sich um ein hochempfindliches
Gerät. So hochempfindlich, dass es selbst eine Kerzenflamme noch aus 20 Kilometern
Entfernung mit Leichtigkeit erfassen kann.
Solche Apparate sind tausendfach leistungsfähiger als herkömmliche Nachtsichtgeräte.
Und fördern selbst das zu Tage, was das menschliche Auge nie erkennen könnte. Nach den
Worten von Popp gibt die Biophotonen -Analyse nicht nur Aufschluss über die Frische von
Lebensmitteln, sondern beantwortet auch viele andere Fragen von Verbrauchern. So läßt
sich durch , ob bestimmte Lebensmittel gentechnisch verändert wurden oder ob sie mit
Schadstoffen belastet sind. Mit dem Verfahren lässt sich sogar herausfinden, ob Eier aus
dem Freiland-Regal tatsächlich aus dieser Form der Tierhaltung stammen. Im Vergleich zu
Eiern aus Legebatterien weisen sie nämlich eine deutlich höhere Lichtspeicherfähigkeit
auf.
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"Zu
sperrig und zu teuer"
Längst zählt Biophotonik zu einer anerkannten Wissenschaft. Forscher in aller Welt
beschäftigen sich mit der jungen Disziplin, gefördert mit Millionen aus der Industrie
und vom Staat. Das war nicht immer so. In den Anfangsjahren wurde das Fach als
"esoterisch" verlacht. Als Popp beispielsweise vor knapp 30 Jahren die
Lichtstrahlung als erster nachwies und den Begriff Biophotonik prägte, stießen seine
Erkenntnisse bei Kollegen noch auf große Skepsis. Heute hingegen gilt er als renommierter
Vordenker auf dem Forschungsgebiet. |
Theoretisch könnten schon morgen die ersten kommerziellen
Frische-Messgeräte (Biophotonen Messgerät) auf den Markt kommen, sagt Popp. "Doch
noch sind sie zu sperrig und viel zu teuer." Rund 80.000 Euro würde ein Apparat
derzeit noch kosten. Einen deutlich geringeren Preis von unter 100 Euro und eine bessere
Handhabung hält Popp auf Grund jüngster Entwicklungen in spätestens zwei Jahren für
realistisch. Das hänge jedoch auch von konkreten Aufträgen aus der Industrie ab. Erste
Gespräche sind angelaufen.
Hier geht es zurück zum Thema: Biophotonen / Biophotonik
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